Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau, kurz „BÖL“ genannt, hat es sich zur Aufgabe gemacht den bestehenden Marktanteil ökologisch erzeugter Produkte deutlich zu steigern, wobei gleichzeitig der Qualitätsstandard verbessert und auch gesichert werden soll.

Erst vor einigen Jahre noch wurden Forschungen und Entwicklungen auf diesem Gebiet fast ausschließlich von privaten Einrichtungen und den sogenannten Ökolandbaupionieren durchgeführt.

Doch dieser Zustand hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert und so forscht heute ein ansehnlicher Stab von Wissenschaftlern in ganz Deutschland auf dem äußerst weitreichenden Gebiet des ökologischen Landbaus. Mittlerweile befindet sich Deutschland an der Führungsspitze was Forschung und Ökolandbau bezogenes Wissen betrifft. Rund 400 Projekte konnten bisher realisiert werden bei einem relativ geringen Einsatz an staatlichen Mitteln ist es gelungen auf internationaler Ebene Anerkennung und Achtung zu erlangen.
Aber all dieses frisch erworbene Wissen soll ja nicht bei den Wissenschaftlern bleiben, sondern muss an Landwirte und Ernährungsfachleute weiter geleitet werden.

Deshalb wurde ein wahres Netzwerk geschaffen, in dem alle Forschungsergebnisse sozusagen gebündelt wurden, damit sie auf diese Art schnellst möglichst, vor allem aber zielgruppengerecht, direkt in Medien für Landwirte, Verarbeiter, den Handel usw. veröffentlicht werden konnten. Dieses Netzwerk soll auch in Zukunft beibehalten werden, um eventuell neu entstehendes Fachwissen und Forschungsdaten einer möglichst breiten Interessentenschicht zugänglich machen zu können.

Seit dem Start des Bundesprogramms Ende des Jahres 2001/Anfang 2002 hat sich allerhand getan. Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau hat sich mittlerweile auf mehrere europäische Länder ausgedehnt und das Hauptziel dieser internationalen Zusammenarbeit liegt im grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch zum umfangreichen Thema der Ökolandbauforschung.