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Ökologischer Landbau
Unter dem ökologischen Landbau auch kurz Öko- Landbau genannt, versteht man den verzicht auf Dünge- und Spritzmittel. Durch den verzicht vom Einsatz von Dünge- und Spritzmittel wird somit die Umwelt geschont, der Anbau erfolgt in einem Einklang mit der Natur, Schäden an der Umwelt werden beim ökologischen Anbau vermieden.
Beim konventuionellen Landbau entstehen meist folgende Probleme: Veränderungen in der Landschaft, Schadstoffe in Luft, Wasser und Boden, Rückstände von Pestiziden, Artensterben. So beträgt die Belastung des Wasser bei der ökologischen Landwirtschaft 55% weniger als zum Beispiel bei der konventuionellen Landwirtschaft.
Gerade aufgrund der vielen Nachteilen beim konventuionellen Landbau gewinnt der ökologische Landbau immer mehr an Bedeutung, trotz das der konventuionelle Landbau erst seit dem letzten Jahrhundert besteht.
Produkte aus dem ökologischen Anbau bzw. generell ökologische Produkte müssen in Deutschland durch die Öko- Kontrollstelle geprüft und gekennzeichnet werden. Zusätzlich erfolgt in der Regel auch die Kennzeichnung anhand des 2001 eingeführten Bio- Siegel oder die Internationale Bezeichnung "oranic".
Der in Deutschland betriebene konventuionelle Landbau und der ökologische Landbau führt auch zu Problemen. So kommt es zu ungewollten Vermischungen beim Transport oder durch den Pollenflug zwischen den Feldern auf denen konventuioneller Landbau und ökologischer Landbau betrieben wird. Da Produkte aus dem ökologischen Anbau keine Zutaten bzw. Verunreinigen enthalten dürfen, führt dies meist zu großen finanziellen Schäden für den ökologischen Anbau da die Produkte nicht mehr als "Ökologisch" verkauft werden können.
Um solche Verunreinigungen zu vermeiden, bestreben zahlreiche Verbände der Öko- Landwirtschaft den Aufbau eines dichten Netzes beim Anbau, um so Verunreinigen zu vermeiden.
Die Nachfrage nach Produkten aus ökologischer Produktion steigt stetig an, so ist alleine der Öko- Markt im Jahr 2007 um weit über 15% gewachsen. Die Preise für Produkte aus dem ökologischen Anbau sind aufgrund des erhöhten Produktionsbedarf sowie der steigenden Nachfrage in der Regel leicht teurer wie Produkte aus dem konventuionellen Anbau.
Der ökologische Anbau erfordert einiges an Fachwissen von dem Landwirt, deshalb gibt es in Österreich seit einigen Jahren den Ausbildungsberufs des Biobauer/Biobäuerin. In der Schweiz wurde der Ausbildungsberuf Fachmann/frau der biol.- dynam. Landwirtschaft eingeführt. In Deutschland gibt es zur Zeit keinen direkten Ausbildungsberuf im Bezug Ökologische Landwirtschaft.
Die ökologische Landwirtschaft ist eine nachhaltige Ressourennutzung unter der Berücksichtigung der Umwelt.
Bundesprogramm Ökologischer Landbau
Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau, kurz „BÖL“ genannt, hat es sich zur Aufgabe gemacht den bestehenden Marktanteil ökologisch erzeugter Produkte deutlich zu steigern, wobei gleichzeitig der Qualitätsstandard verbessert und auch gesichert werden soll.
Erst vor einigen Jahre noch wurden Forschungen und Entwicklungen auf diesem Gebiet fast ausschließlich von privaten Einrichtungen und den sogenannten Ökolandbaupionieren durchgeführt.
Doch dieser Zustand hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert und so forscht heute ein ansehnlicher Stab von Wissenschaftlern in ganz Deutschland auf dem äußerst weitreichenden Gebiet des ökologischen Landbaus. Mittlerweile befindet sich Deutschland an der Führungsspitze was Forschung und Ökolandbau bezogenes Wissen betrifft. Rund 400 Projekte konnten bisher realisiert werden bei einem relativ geringen Einsatz an staatlichen Mitteln ist es gelungen auf internationaler Ebene Anerkennung und Achtung zu erlangen.
Aber all dieses frisch erworbene Wissen soll ja nicht bei den Wissenschaftlern bleiben, sondern muss an Landwirte und Ernährungsfachleute weiter geleitet werden.
Deshalb wurde ein wahres Netzwerk geschaffen, in dem alle Forschungsergebnisse sozusagen gebündelt wurden, damit sie auf diese Art schnellst möglichst, vor allem aber zielgruppengerecht, direkt in Medien für Landwirte, Verarbeiter, den Handel usw. veröffentlicht werden konnten. Dieses Netzwerk soll auch in Zukunft beibehalten werden, um eventuell neu entstehendes Fachwissen und Forschungsdaten einer möglichst breiten Interessentenschicht zugänglich machen zu können.
Seit dem Start des Bundesprogramms Ende des Jahres 2001/Anfang 2002 hat sich allerhand getan. Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau hat sich mittlerweile auf mehrere europäische Länder ausgedehnt und das Hauptziel dieser internationalen Zusammenarbeit liegt im grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch zum umfangreichen Thema der Ökolandbauforschung.
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